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Zugriffskontrolle

Zugriffskontrolle

Rollen- und Berechtigungsmodell der Inovetra AI Platform. Dieses Dokument beschreibt die verschiedenen Zugriffsebenen, Authentifizierungsmethoden und Best Practices für die Zugriffsverwaltung.


Zugriffsebenen

Ebene Zugriff Authentifizierung
SSH (VM) Nur Inovetra / Admin SSH-Key
Kubernetes API (6443) kubectl über VPN kubeconfig
Customer Portal Plattform-Administratoren JWT (Benutzername/Passwort oder SSO)
LibreChat Endbenutzer LibreChat-eigene Authentifizierung
API (programmatisch) Integrationen API-Key oder JWT

Rollen im Customer Portal

Rolle Berechtigungen
Admin Volle Verwaltung: Benutzer, Konfiguration, Updates, Monitoring, RAG, Connectors
RAG Manager Verwaltung von RAG-Dokumenten und Zugriffsgruppen
User Basis-Zugriff ohne administrative Funktionen

Empfehlung

Mindestens zwei Admin-Accounts einrichten, um bei Ausfall eines Accounts weiterhin Zugriff zu haben.


Zugriffsgruppen (RAG)

RAG-Dokumente können Zugriffsgruppen zugeordnet werden, um den Zugriff auf sensible Informationen einzuschränken:

  • Benutzer sehen nur Dokumente, die einer ihrer Zugriffsgruppen zugeordnet sind
  • Dokumente ohne Zugriffsgruppe sind für alle Benutzer mit mindestens einer Gruppe sichtbar
  • Benutzer ohne jegliche Gruppenzuordnung sowie Anfragen ohne auflösbaren User-Kontext erhalten seit Helm Chart 0.73.3 keine RAG-Treffer mehr (Deny-All) — vorher sahen sie alle Dokumente mit leerem access_groups-Feld
  • Konfiguration über Customer Portal → Zugriffsgruppen
  • Zuweisung der Benutzer zu Gruppen über die Benutzerverwaltung
  • Änderungen an Dokument- oder Konnektor-Gruppen propagieren seit 0.73.3 automatisch auf bereits indexierte Chunks und Inventareinträge — ein Re-Sync ist nicht nötig

API-Key-Authentifizierung

Für programmatischen Zugriff (z.B. Chat Widget, externe Integrationen):

  • Verwaltung über Customer Portal → API-Keys
  • Separate Keys pro Integration empfohlen
  • Keys können jederzeit widerrufen werden
  • Jeder Key hat einen beschreibenden Namen zur Identifikation

Wichtig

API-Keys gewähren Zugriff auf die Chat-Funktionalität. Sie sollten nicht im Quellcode oder in öffentlichen Repositories gespeichert werden.


Interne Service-Authentifizierung: OS Manager (ab 0.81.20)

Der OS Manager ist der privilegierteste Service (Host-Root, DaemonSet). Seine API ist primär über eine NetworkPolicy geschützt, die ausschließlich Zugriffe der Customer API erlaubt. Mit Helm Chart 0.81.20 kommt als zweite Verteidigungslinie ein Shared-Secret-Header zurück:

Aspekt Wert
Header X-OS-Manager-Key
Secret inovetra-os-manager-auth (K8s Secret, als OS_MANAGER_KEY eingeblendet)
Modus OS_MANAGER_AUTH_MODE = off | soft | enforce
Standard (aktuell) soft — fehlende/falsche Keys werden nur geloggt, nicht blockiert

Geplanter Übergang zu enforce

Der Soft-Mode erlaubt eine risikofreie Einführung. Erst nachdem ein sauberer Update-Zyklus bestätigt hat, dass die Customer API durchgängig einen gültigen Header sendet, sollte auf enforce umgestellt werden (OS_MANAGER_AUTH_MODE=enforce). Im enforce-Modus verweigert der OS Manager den Start, wenn kein Schlüssel hinterlegt ist — das verhindert eine versehentliche Selbst-Aussperrung. Health-Probe-Pfade (/health) bleiben immer offen.

Zusätzlich härtet 0.81.20 den OS Manager über strengere Validierung von Logrotate-/journald-Werten und eine zusätzliche Sperre (MUTATION_LOCK) auf /updates/apply und /reboot/schedule, um Interferenzen mit laufenden Helm-Upgrades zu verhindern.


Best Practices

  • SSO aktivieren für alle Benutzer (siehe SSO-Einrichtung)
  • Starke Passwörter erzwingen (mindestens 12 Zeichen, Sonderzeichen)
  • API-Keys regelmäßig rotieren — insbesondere bei Personalwechsel
  • SSH-Zugang nur per Key — Passwort-Login auf der VM deaktivieren
  • Nicht benötigte Admin-Accounts deaktivieren — regelmäßig prüfen
  • Zugriffsgruppen nutzen — sensible RAG-Dokumente nur berechtigten Benutzern zugänglich machen
  • OS-Manager-Auth nach einem stabilen Update-Zyklus auf enforce umstellen

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